Testbasiert ergänzt

Testbasierte Vitalstoff- und Fettsäureanalyse – warum sie sinnvoll ist

Viele Beschwerden entstehen heute nicht nur durch Stress oder Lebensstil, sondern auch durch Nährstoffmängel und stille Entzündungen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Vitalstoffdichte unserer Nahrung deutlich verändert – Umweltbelastungen, verarbeitete Lebensmittel, Medikamente und ungünstige Fettsäurenverhältnisse belasten zusätzlich unseren Stoffwechsel.

Um nachvollziehen zu können, wie Ihr Körper tatsächlich versorgt ist, arbeite ich mit testbasierten Analysen. Dabei wird aus einem kleinen Tropfen Blut (Fingerkuppe oder Ohrläppchen) bestimmt,

  • wie Ihr aktueller Omega-3-/Omega-6-Status aussieht,
  • ob ein Vitalstoff- oder Mineralstoffmangel vorliegt,
  • und ob entzündliche Prozesse aktiv sind.

Die Ergebnisse ermöglichen es, gezielt und individuell zu unterstützen – statt nach Gefühl zu ergänzen. Nach einigen Wochen kann ein Folgetest zeigen, ob sich Werte stabilisiert und Mängel ausgeglichen haben.

Warum testbasiert?

Studien zeigen, dass nur eine Messung des tatsächlichen Fettsäurenprofils im Blut zuverlässig Auskunft über den individuellen Bedarf gibt. Ein testbasiertes Vorgehen ermöglicht:

  • gezielte Dosierung
  • Kontrolle von Fortschritten
  • Vermeidung unnötiger Supplemente
  • klare Dokumentation für Patient:innen

„Ich arbeite mit hochwertigen, testbasierten Laboranalysen und naturbasierten Vitalstoffen. In der Praxis erkläre ich Ihnen gern, welche Produkte sich individuell für Sie eignen.“

Weltweit weisen heute sehr viele Menschen
Defizite auf

Omega-3-Mangel betrifft laut Studien über 90 % der Bevölkerung, Vitamin-D-Mangel über 60 %. Auch der Darm, der 80 % unseres Immunsystems beeinflusst, reagiert empfindlich auf unzureichende Nährstoffversorgung und moderne Belastungen.

Eine testbasierte Vorgehensweise hilft dabei, den eigenen Körper besser zu verstehen und aktiv zur Regulierung beizutragen. Ziel ist es, Stoffwechsel, Immunsystem und Energiehaushalt nachhaltig zu unterstützen – auf natürliche, nachvollziehbare Weise.

Typische Indikationen für Omega-3-Analysen und -Supplementation

  • Kopfschmerzen & Migräne
    Omega-3 kann entzündliche Prozesse modulieren und die Intensität/Frequenz von Migräne reduzieren.
  • Gelenkbeschwerden & chronische Schmerzen
    EPA wirkt entzündungsmodulierend und kann das Schmerzgeschehen positiv beeinflussen.
  • Herz-Kreislauf-System
    Unterstützend bei Triglyceridwerten, Gefäßfunktion und allgemeiner Herz-Kreislauf-Gesundheit.
  • Hormonelles Gleichgewicht & PMS
    Omega-3 beeinflusst Prostaglandine, kann Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und PMS-Beschwerden stabilisieren.
  • Haut (Neurodermitis, trockene Haut, Ekzeme)
    Wirkt über die Barrierefunktion der Zellmembran und entzündliche Signalwege.
  • Schlaf, Stimmung, Stressregulation
    DHA ist wichtig für das Nervensystem und unterstützt Neurotransmitterprozesse.
  • Konzentration & neurologische Funktionen
    Wichtig für Zellmembranen von Neuronen, besonders für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit hoher mentaler Belastung.
  • Immunsystem & stille Entzündungen
    Omega-3 ist ein wesentlicher Gegenspieler von entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren: warum sie für die Gesundheit so relevant sind

Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA) spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen, der Funktion von Zellmembranen, der Immunantwort sowie der neurologischen und hormonellen Balance. Da der Körper sie nicht selbst herstellen kann, ist eine ausreichende Zufuhr über Nahrung oder Supplemente erforderlich.

Viele Menschen weisen heute ein ungünstiges Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 auf, was stille Entzündungen begünstigen kann. Eine testbasierte Analyse zeigt, ob ein Defizit oder ein unausgeglichenes Verhältnis vorliegt.

Wissenschaftliche Studien & Quellen (medizinisch valide)

1. Migräne / Kopfschmerzen

Ernährung mit mehr Omega-3 senkt Migränebelastung
Randomisierte kontrollierte Studie – verändertes n-3/n-6-Verhältnis reduziert Häufigkeit, Dauer und Intensität von Migräneanfällen.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34526307/

Meta-Analyse: Omega-3 (v. a. EPA/DHA) zur Migräneprophylaxe

Netzwerk-Meta-Analyse: hochdosierte Omega-3-Fettsäuren schneiden bei der Migräneprophylaxe sehr gut ab.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38110000/

Übersicht/Review zu Omega-3 und Migräne (mit RCTs)
Neuroimmunologischer Review mit vielen Studien zur Rolle von Omega-3 bei Migräne (inkl. randomisierte, doppeltblind kontrollierte Studien).
→ Volltext (PMC): https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11103013/

2. Entzündungen & Schmerzen

Umbrella-Meta-Analyse: Omega-3 und Entzündungsmarker (CRP, TNF-α, IL-6)
Supplementierung von n-3 PUFA verbessert zentrale Entzündungsmarker.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35914448/

Klinische Studie bei Arthritis:
Verbesserung entzündlicher Gelenkbeschwerden
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16531187/

Gelenk-/Rheumaschmerz: Fischöl & chronischer Schmerz
Meta-Analyse: Omega-3 kann bei entzündlichen Gelenkerkrankungen Schmerzen reduzieren.
→ PubMed (Meta-Analyse): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17335973/

3. Herz-Kreislauf & Triglyceride

AHA-Science Advisory zu Omega-3 und Triglyceriden
Amerikanische Herzgesellschaft: pharmakologische Dosen von n-3-Fettsäuren senken Triglyceride deutlich.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31422671/

4. Stimmung / Depression

Meta-Analyse: Omega-3 (v. a. EPA-reich) bei Depression
EPA-dominante Formulierungen zeigen signifikanten Nutzen bei depressiven Symptomen.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31383846/

5. PMS / Frauenbeschwerden

Meta-Analyse: Omega-3 und PMS-Symptome
Omega-3 reduziert Schwere von PMS-Symptomen.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35266254/

Randomisierte Studien zu PMS / zyklusabhängigen Beschwerden
→ Beispiel: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23642943/

6. Schwangerschaft & Gehirnentwicklung (DHA)

Review: DHA & Gehirnentwicklung über die Lebensspanne
DHA ist wichtig für neuronales Wachstum, Signalübertragung und Entwicklung des Gehirns.
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26742060/

Review: Omega-3 (v. a. DHA) und fetale/infantile Neuroentwicklung
→ PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31109059/